venaseal Klebetechnik

Unter Ultraschallkontrolle wird eine kleine Nadel in die zu behandelnde Vene eingebracht (wie bei einer Blutabnahme). Durch die Nadel wird eine venaseal-Sonde in die Vene eingeschoben.

VenaSeal
Positionierung der Sonde

Mittels Ultraschall wird die Lage der Sonde an der Mündung der oberflächlichen Stammvene (hier zum Beispiel Vena saphena magna) zur tiefen Leitvene kontrolliert. Ein Lokalanästhetikum ist nicht erforderlich.

Dann wird der Kleber portionsweise über den Katheter auf der gesammten Venenstrecke eingebracht und die Venen damit dauerhaft verschlossen.

In der Folgezeit wird die verschlossene Vene auf schonende Weise vom Körper aufgelöst. Ein das Gewebe traumatisierendes Herausreißen („Strippen“) ist nicht notwendig. Der Blutabfluss aus dem Bein wird durch tiefer gelegene Venen übernommen, Stauungen und oberflächliche kleine Seitenast-Krampfadern bilden sich zurück.

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Krampfadern – Das geschädigte Venensystem

Häufig tritt die Klappenschädigung und Bildung eines „Privatkreislaufs“ schon in der Mitte des 2. Lebensjahrzehnts auf, es dauert jedoch unterschiedlich lange Zeit bis der Patient auch Symptome erlebt, die ihn schließlich zu einem Arzt führen.
Häufig genannte Symptome sind eine Schwellneigung der Füße und Unterschenkel, ein Spannungsgefühl in den Beinen nach langem Sitzen bis hin zu Kribbelgefühlen und Schmerzen in den Beinen.

Bilden sich an der Innenseite der Füße kleine geschlängelte bläuliche Venen, spricht man von einem „Chronischen Venösen Stauungssyndrom“, das auch zu einer zunehmenden Braunverfärbung der Haut im Bereich oberhalb der Sprunggelenke führen kann. Bei Fortbestehen der Venenstauung kann die Haut immer schlechter mit Sauerstoff versorgt werden und sie wird leicht verletzbar.

Weiterhin treten weißliche Areale an der Haut auf, die äußerst schmerzhaft sein können („Atrophie blanche“) und schließlich bildet sich ein „offenes Bein“. Medizinisch wird dies als „Ulcus cruris“ bezeichnet, eine chronische Wunde am Unterschenkel, die eine sehr schlechte Abheilungstendenz hat.

Auch Venenenzündungen mit evtl. folgender Thrombose sind eine typische und häufige Komplikation von Krampfadern.

Die Schädigung des Venensystems der Stammvenen wird nach Prof. Hach in verschiedene Schweregrade eingeteilt.
Für die große Stammvene (Vena saphena magna) gelten vier Schweregrade.
Für den Schweregrad der Schädigung der kleinen Stammvene (Vena saphena parva) gelten drei Stadien.

Die Behandlung der geschädigten Stammvenen richtet sich nach den Beschwerden des Patienten und nach dem Schweregrad der Schädigung. Man spricht auch von einer „stadiengerechten“ Behandlung.
Häufig berichten Patienten von keinerlei Beschwerden, trotz ausgeprägter sichtbarer Krampfader-Schlängelung und einer Schädigung der großen Stammvenen. Dies liegt an einem „Gewöhnungseffekt“, da die Erkrankung der Venen schon sehr lange besteht.
Es sollte in dieser Situation auf jeden Fall eine operative Sanierung diskutiert werden, da in einer gestauten Vene leicht Entzündungen auftreten können und sich die Gefahr einer Thrombosebildung mit all ihren Konsequenzen bis hin zur Lungenembolie deutlich erhöht.
Zusätzliche Informationen über das Ausmaß der Funktionsstörung der Venen bringen neben der Ultraschalluntersuchung (Farbduplex-Sonographie) auch funktionelle Untersuchungsverfahren wie z. B. die digitale Photoplethysmographie oder Lichtreflexrheographie, deren Ergebnisse ebenfalls bei einer Entscheidung zur Operation berücksichtigt werden.

Das funktionsfähige Venensystem

Die Venen führen das sauerstoffarme Blut aus dem Gewebe zurück zum Herz. Von dort wird es in die Lunge geleitet, mit Sauerstoff angereichert und erneut vom Herz durch die Arterien in das Gewebe gepumpt.
Man unterscheidet an den Beinen ein tiefes Venensystem (Venen, die Blut aus den Muskeln sammeln und in der Tiefe zwischen den Muskeln 80 % des Blutvolumens transportieren) und ein oberflächliches Venensystem, das Blut aus der Haut und den oberflächlichen Muskelregionen transportiert (20 % des Blutvolumens).

Um den Blutfluss von den Beinen in Richtung Herz auch gegen die Schwerkraft zu ermöglichen, besitzen die Venen Klappen, die wie ein Ventil funktionieren: Das Blut fließt durch die geöffnete Klappe herzwärts, sackt es zurück, schließt sich die Klappe und der Rückstrom wird gestoppt. Durch den Herzschlag und die Bewegung der Beinmuskeln wird das Blut wieder vorwärtsgetrieben, die Klappe öffnet sich, usw.

Zwei Venen an den Beinen spielen eine herausragende Rolle in Hinblick auf Blutabtransport und Bildung von Krampfadern: Die große Stammvene (Vena saphena magna) an der Innenseite des Oberschenkels und die kleine Stammvene (Vena saphena parva) an der Rückseite des Unterschenkels. Sie nehmen bis zu 20 % des Blutvolumens der Beine auf und führen es an ihren Mündungspunkten (große Stammvene: Leiste, kleine Stammvene: Kniekehle) in die tiefen Leitvenen ab.

Treten Schädigungen im Klappenapparat dieser Venen auf, bilden sich die typischen Venenschlängelungen, die z.T. bläulich oder violett in der Haut schimmern und als „Krampfadern“ bezeichnet werden.

Der Begriff „Krampfadern“ hat sich wohl aus dem althochdeutschen Wort „chrampf“ entwickelt, was krumm bedeutet. Es ist möglich, dass im 16. Jahrhundert erst daraus der Begriff Krampfader entstanden ist.

Krampfadern können aber auch in der Tat zu nächtlichen Beinkrämpfen führen:
Die Stauung in den Beinvenen zieht immer auch eine Stauung von Flüssigkeit im umliegenden Gewebe nach sich. Nachts im Liegen wird gestaute Flüssigkeit wieder in die Venen abgegeben und kann so zu einer Veränderung von Elektrolyt-Konzentrationen im Blut führen, die Muskelkrämpfe hervorrufen.

Endoluminale Lasertherapie und Radiowellentherapie Venenoperation ohne Schnitte – ist das möglich?

Mit dem Verfahren der Endoluminalen Lasertherapie (auch Endovasale oder Endovenöse Lasertherapie genannt), der Radiowellentherapie (Radiofrequenz-induzierte Thermo-therapie kurz RFITT oder Celon-Methode) oder dem VNUS Closure FAST  oder Venefit Verfahren können Krampfadern ohne Schnitte in örtlicher Betäubung operativ beseitigt werden. Hierzu wird ein Lichtfaserleiter oder Radiowellenkatheter durch einen kleinen Einstich eingeführt und unter örtlicher Betäubung mit Hilfe der Laser- oder Radiowellenenergie die Venen gezielt von innen verschlossen. Damit ist die funktionsunfähige Krampfader genau wie bei herkömmlichen operativen Verfahren ausgeschaltet und der venöse Rückfluss am Bein kann sich normalisieren. Die Endoluminale Lasertherapie wird in USA seit 1999 erfolgreich eingesetzt und ist auch von der FDA zur Therapie der Stammveneninsuffizienz zugelassen. In Deutschland ist das Verfahren seit 2001 optimiert worden. Auch die Radiowellentherapie hat eine ähnlich lange Entwicklungszeit hinter sich. Inzwischen sind beide Verfahren ausgereift und es liegen Studien vor, die zeigen, dass die Endoluminale Lasertherapie und die Radiowellentherapie der klassischen Strippingoperation in manchen Punkten überlegen ist.
Neu ist das venaseal Verfahren bei dem die Vene verklebt wird und keine Betäubung erforderlich ist, da es fast schmerzfrei durchgeführt werden kann.

Der Phlebologe Dr. med. Helmut Thierbach setzt die Endoluminale Lasertherapie seit 2003 mit sehr gutem Erfolg ein. Für die Radiowellentherapie gibt es seit 2007 ein neues ausgereiftes System von Celon-Olympus, das er als erster Anwender im Münchner Raum seit Oktober 2007 zur Verfügung hat. Das VNUS Closure FAST Verfahren setzt er seit 2008 ein. Er als einer der erfahrensten Anwender mit über 2500 VNUS Behandlungen als Tutor zertifiziert. Das neue venaseal Klebeverfahren setzt er ebenfalls ein. Wie jede gute Venenklinik verfügen wir über alle modernen Geräte zur Diagnostik und Therapie von Venenerkrankungen und eine OP-Abteilung im Haus.

Eine Informationsbroschüre oder persönliche Beratung erhalten Sie gerne auf Anfrage unter der Telefonnummer 089.74 84 99 00

Terminvereinbarung ist auch direkt
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Venenklinik Villamed – Fachzentrum für Venen Endo Chirurgie (VEC) Phlebologie
Zertifiziertes VNUS-Closure Fast und Venen Kompetenz Zentrum

Dr. med Helmut Thierbach

Rungestrasse 2
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Internet: www.venenlaser.de

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Dr. med. Helmut Thierbach – Phlebologe