Behandlungsablauf der Endovenösen Lasertherapie

Unter Ultraschallkontrolle wird eine kleine Nadel in die zu behandelnde Vene eingebracht (wie bei einer Blutabnahme). Durch die Nadel wird eine Laserfaser in die Vene eingeschoben.

Einbringen der Laserfaser Positionierung der Laserfaser Verschluss der Vene
Einbringen der Laserfaser Positionierung der Laserfaser Verschluss der Vene

                

Mittels Ultraschall wird die Lage der Laserfaser an der Mündung der oberflächlichen Stammvene (hier zum Beispiel Vena saphena magna, blau dargestellt) zur tiefen Leitvene kontrolliert (1-2 cm). Arterien sind im Bild rot dargestellt. In die Umgebung der zu behandelnden Vene wird ein Lokalanästhetikum (Tumeneszensanästhesie, TA) eingebracht, um das Areal zu betäuben. Außerdem schützt das Flüssigkeitsdepot die Vene vor einer Erhitzung des umliegenden Gewebes, und verringert so z.B. die Gefahr von Nervenschädigungen.

Durch den Pilotstrahl und Sonographie wird die korrekte Lage der Laserfaser erneut kontrolliert und unter Zurückziehen der Laserfaser die Energie freigesetzt.

Die Laserbehandlung wird entlang der gesamten Vene durchgeführt. Durch die Laserenergie wird eine irreversible thermische Schädigung der Venenwand erreicht,
die zu einem kompletten Verschluss der Vene führt.

In der Folgezeit wird die verschlossene Vene auf schonende Weise vom Körper aufgelöst. Ein das Gewebe traumatisierendes Herausreißen („Strippen“) ist nicht notwendig.
Der Blutabfluss aus dem Bein wird durch tiefer gelegene Venen übernommen, Stauungen und oberflächliche kleine Seitenast-Krampfadern bilden sich zurück.

OP Ablauf

Alle Venenoperationen können bei uns ambulant durchgeführt werden.
Sie erhalten eine örtliche Betäubung entlang der Venen, die behandelt werden.
Um Ihnen die Zeit des Eingriffs so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir für Sie die Möglichkeit geschaffen Musik zu hören oder einen Film anzusehen. Falls Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, bringen Sie zur Operation eine Musik CD oder einen Film auf DVD mit.
Nach dem Eingriff bleiben Sie noch ca. 30 Minuten zur Überwachung bei uns und können sich dann abholen lassen.
Am nächsten Tag kann der Verband entfernt werden und Sie können wieder duchen. Sie tragen dann für 1 Woche tagsüber einen Kompressionsstrumpf. Es bleiben nur noch für 7 Tage die kleinen Klebestreifen auf den Einstichstellen. Wenn Sie keine schwere körperliche Arbeit verrichten, können Sie in der Regel am Tag nach dem Eingiff, auf jeden Fall nach wenigen Tagen, Ihre Arbeit wiederaufnehmen.

Operationsraum

Venen-Endo-Chirurgie (vec)

Darunter versteht man minimalinvasive Operationstechniken am Venensystem, die über Katheter die Venen von innen behandeln und keine Schnitte benötigen
(z.B. Endoluminale Lasertherapie und Radiowellentherapie).
Die Venen-Endo-Chirurgie kann auch bei großen Krampfadern eingesetzt werden.

Stammveneninsuffizienz:

Die Endoluminale Lasertherapie ist eine der modernen Methoden zur Behandlung von größeren Krampfadern an Ober- und Unterschenkel, insbesondere der sog. Rosenvenen Weitere Informationen finden Sie unter Lasertherapie.

Eine weitere Alternative ist die Radiowellentherapie. Sie wurde 1998 unter der Bezeichnung VNUS Closure erstmals in Europa eingesetzt und steht uns in der modernen Weiterentwicklung VNUS Closure FAST oder Venefit zur Verfügung.
Die Firma Celon (Olympus) hat im Herbst 2007 ebenfalls ein modernes Radiowellenverfahren, die bipolare Radiofrequenz-induzierte Thermotherapie der Venen (kurz RFITT oder Celon-Methode) nach klinischen Tests eingeführt. Wir bieten als einer der ersten Anwender im Münchner Raum seit Oktober 2007 diese Methode an.
Informationen zur RFITT (Celon) Methode und zu VNUS Closure FAST / Venefit unter Radiowellentherapie.
Die langfristigen Ergebnisse der modernen Verfahren sind nach der aktuellen Studienlage mit denen der klassischen Strippingoperation vergleichbar.
Als neue Methode steht auch das venaseal Klebeverfahren zur Verfügung, das sogar ohne Betäubung erfolgen kann.

Seitenastvarizen:

Die Seitenastminiphlebektomie ist ein schonender Eingriff in Lokalanästhesie wobei mit winzigen Einstichen (ca.2-3 mm) die geschlängelten Venen entfernt werden. Ein Alternative kann, je nach Befund, eine Schaumsklerosierung sein. Diese bieten wir als operatives Zentrum nicht selbst an, sondern kooperieren mit, auf dieses Verfahren, spezialierten Praxen.

Besenreiservarizen:

Die Behandlung von Besenreisern ist nicht unser Schwerpunkt – daher kooperieren wir mit Praxen, die besondere Erfahrung in den Verödungs- oder Lasertechniken haben und darauf spezialisiert sind. Wir selbst bieten die Therapie der Besenreiser nur im Zusammenhang mit der Therapie von Stammvenen oder Seitenästen an. Je nach Art und Ausdehnung der Besenreiservarizen steht die Mikro-Sklerosierung (Verödung) oder Lasertherapie zur Verfügung. Besenreiser können mit dem neuen Veinlite LED besser gezielt behandelt werden.